Die Frage kommt immer gleich: Ein zweiter Markenauftritt soll her, oder ein Shop für Österreich, oder ein B2B-Bereich mit eigenen Preisen. Der naheliegende Weg ist eine zweite JTL-Shop-Installation. Er ist auch der teuerste – und man merkt es erst nach einigen Monaten.
Was eine zweite Installation wirklich kostet
Nicht der Server und nicht die Lizenz sind das Problem, sondern die Pflege. Jede Preisänderung machen Sie zweimal. Jedes Shop-Update fahren Sie zweimal – und wenn eines davon schiefgeht, haben Sie zwei Baustellen statt einer. Plugins kaufen Sie doppelt, Templates pflegen Sie doppelt, und die Artikel müssen über die Warenwirtschaft in beiden Shops synchron gehalten werden. Bestellungen, Kunden und Auswertungen liegen danach getrennt: Wer in beiden Shops gekauft hat, ist zweimal erfasst.

Der andere Weg: eine Installation, mehrere Auftritte
multiDomain bedient mehrere Domains aus einem einzigen JTL-Shop. Artikel, Bestellungen und Kunden bleiben an einer Stelle; was sich unterscheidet, legen Sie je Domain fest:
- Sprache und Währung – samt der Entscheidung, ob der Besucher sie umschalten darf oder nicht
- Kundengruppe und Steuerland – die Grundlage für andere Preise und eine korrekte Umsatzsteuer je Markt
- Template, Logo, Favicon, Shopname – ein eigener Auftritt, nicht nur eine andere Adresse
- Meta-Titel und -Beschreibung der Startseite je Domain
- Google Analytics 4, Tag Manager und Ads mit eigener Kennung je Domain – getrennte Zahlen statt eines Mischtopfs
- Eigener Code im Kopf- und Fußbereich, falls ein Markt ein zusätzliches Skript braucht

Der Teil, den man leicht unterschätzt: Suchmaschinen

Mehrere Domains mit denselben Artikeln sind aus Sicht von Google erst einmal ein Problem – doppelte Inhalte. Genau dafür bringt das Plugin die Werkzeuge mit, und zwar automatisch statt per Handarbeit im Template:
- hreflang-Angaben werden für jede aktive Domain erzeugt, für die gerade aufgerufene Seite – Kategorie, Artikel oder Inhaltsseite. Google erfährt damit, dass es sich um Sprachversionen derselben Seite handelt und welche die Standardfassung ist.
- Canonical-Angaben je Domain, auf Wunsch mit eigener Adresse.
- Eine eigene robots.txt je Domain – sinnvoll, wenn ein Auftritt noch im Aufbau ist und nicht im Index landen soll.
- Eigene Sitemap je Domain, auf Knopfdruck neu erzeugt, mit Benachrichtigung der Suchmaschinen.
-
Weiterleitungen je Domain als 301 oder 302, auch mit Platzhaltern (
/alt/*→/neu/*). Nützlich beim Umzug einer alten Seite auf den neuen Auftritt – und spart Einträge in der Serverkonfiguration.
Kleinigkeiten, die im Betrieb zählen
Jede Domain lässt sich einzeln in den Wartungsmodus schalten, mit eigenem Text – und mit einem Zugangslink, über den Sie selbst weiterarbeiten können, während Besucher die Wartungsseite sehen. Eine fertig eingerichtete Domain lässt sich klonen, wenn der nächste Markt dazukommt. Und in der Verwaltung sehen Sie auf einen Blick, ob eine Domain erreichbar ist und wie lange ihr SSL-Zertifikat noch läuft; DNS-Prüfung und Ping sind direkt daneben.
Bei vielen Auftritten lassen sich Domains zu Gruppen zusammenfassen – etwa DACH und Skandinavien –, damit die Verwaltung übersichtlich bleibt.
Wann sich der Umstieg lohnt
Die Rechnung ist einfach: Ab der zweiten Domain sparen Sie jede Pflegearbeit, die Sie sonst doppelt machen. Je mehr Artikel Sie führen und je öfter sich Preise ändern, desto deutlicher fällt das aus. Umgekehrt gilt: Wenn zwei Shops völlig getrennte Sortimente mit eigener Warenwirtschaft führen sollen, bleibt die zweite Installation die richtige Wahl – das Plugin ersetzt keine Trennung, es vermeidet eine unnötige.
Erst ausprobieren
multiDomain lässt sich 14 Tage kostenlos testen, im eigenen Shop und mit den eigenen Daten. Keine Zahlungsdaten nötig, der Test endet von selbst.